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Igelunterschlüpfe und Igelhäuser

Inhaltsverzeichnis:
Natürliche Unterschlüpfe
Igelhäuser selbst gemacht
Igelhäuser aus dem Handel
Säuberung der Igelhäuser

Gärten gehören zu den wichtigsten Rückzugsgebieten der Igel. Naturnahe Gartengestaltung und Bewirtschaftung ist die beste Voraussetzung, damit Igel sich einnisten. Mit einfachen Mitteln lassen sich Unterschlüpfe für Igel einrichten. Igelhäuser verschiedenster Art können als zusätzliches Angebot für stachlige Gäste im Garten aufgestellt werden.

Steinhaus
Natürliche Unterschlüpfe Igelunterschlupf

Unter Dornengestrüpp, Reisig- und Laubhaufen, in Hecken oder auch in Höhlen von Baumwurzeln bauen Igel ihre Nester.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Igeln natürliche Unterschlüpfe zu schaffen bzw. zu erhalten. Im Herbst sollte man den Garten nicht allzu gründlich aufräumen.

Hilfe für den Nestbau der Igel kann ganz einfach sein, angefangen beim Belasssen des Herbstlaubes im Garten unter Büschen und Hecken, in Hohlräumen unter Gartenhäuschen etc. bis hin zum Aufschichten von Laub oder Holzschnitt als Nistmaterial an geschützten Stellen in Parks und Gärten.

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Igelhäuser selbst gemacht
  • Einfache Igelbehausung

    Ein Holzhäuschen für den Igel kann man aus Reststücken von zusammensteckbaren Nut- und Federbrettern bauen, aber auch aus Holzbrettern oder Spanplatten.

    Material:
    - 1 Brett 40 x 40 cm für das Dach
    - 1 Brett 26 x 26 cm für den Boden
    - 2 Bretter 30 x 25 bzw. 30 cm für die Seitenwände (abgeschrägt)
    - 1 Brett 26 x 35 cm für die Vorderwand
    - 1 Eckleiste 33 cm lang
    - 1 Eckleiste 23 cm lang
    - 2 Eckleisten 25 cm lang
    - Für ein abnehmbares Dach: 2 Leisten 20 cm lang, 2 cm dick
    - 1 Stück Dachpappe circa 50 x 50 cm
    - Nägel bzw. Schrauben, Hammer, Säge, Metermaß
    - Ungiftige, umweltfreundliche Lasur

    Bauskizze Igelhaus Hansen Igelhaus Hansen

    Wenn die Bretter zurecht geschnitten sind, sägt man zunächst ein Einschlupfloch von 10 cm Breite und 12 cm Höhe in die Vorderwand und zwar so, dass die Öffnung ganz rechts oder links liegt. Dann nagelt oder schraubt man alle Seitenwände gegen die Bodenplatte und verbindet die Wände durch Nägel oder Schrauben miteinander. Nun verkleidet man das Dach mit der Dachpappe, indem man sie um die Kanten des Dachs zieht und sie unter dem Dachüberstand annagelt.

    Auf der Dachinnenseite nagelt man zwei Leisten zentriert in einem Abstand von 7,5 cm von der vorderen bzw. hinteren Dachkante auf. Diese Leisten sind nötig, damit das Dach wegen der Schräge nicht abrutscht. Das Igelhaus imprägniert man mit umweltfreundlicher Lasur und lässt es einige Wochen auslüften, ehe man es mit reichlich Nistmaterial füllt. Dafür eignet sich am besten Haferstroh.

    Hier können Sie sich die Bauanleitung separat abspeichern und / oder ausdrucken!

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  • Igelhaus mit "Labyrintheingängen"

    Dieses Haus ist ziemlich katzensicher, es ist besonders als Futterhaus in den nahrungsarmen Zeiten geeignet. Da sich an Futterstellen häufig mehrere Igel einfinden, hat es zwei Eingänge. Das Haus sollte keinen Boden haben, wenn es als Futterhaus aufgestellt wird. Man platziert es am besten auf möglichst glatten Gartenplatten (z.B. auf umgedrehten Waschbetonplatten), die man gut mit dem Gartenschlauch reinigen kann.

    Material:
    - 2 Bretter 80 x 25 cm für die langen Seitenwände
    - 2 Bretter 40 x 25 cm für die kurzen Seitenwände
    - 2 Bretter 30 x 25 cm für das Labyrinth
    - 2 Bretter 90 x 22 cm für das Dach
    - 2 Leisten 35 cm lang und 2 cm dick für das Dach
    - 1 Stück Dachpappe 95 x 48 cm
    - 8 Winkeleisen (verzinkt oder aus Messing)
    - 2 Scharniere (verzinkt oder aus Messing)
    - Säge, Hammer, Nägel, Schrauben, Schraubendreher, Handbohrer, Meterstab, Bleistift
    - Ungiftige, umweltfreundliche Lasur

    Futterhaus Bauskizze Futterhaus

    Aus einem der beiden 80 cm langen Bretter sägt man an den Schmalseiten je ein 10 x 10 cm großes Quadrat heraus. Dann verbindet man die 80 cm und die 40 cm langen Bretter mit je zwei Winkeleisen an jeder Ecke zu einer Kiste ohne Dach und Boden. Die Bretter nagelt oder schraubt man an den Ecken noch zusätzlich aneinander.

    Die 30 cm langen Bretter setzt man nun in die Kiste und schraubt sie von außen an der rechten bzw. linken Seite der beiden Einschlupföffnungen in die Vorderwand des Futterhauses. Am besten bohrt man die Schraublöcher vor, damit man wirklich mittig in die Schmalseite der Bretter trifft!

    Das Dach setzt man aus den beiden 90 cm langen Brettern zusammen und verbindet die zwei Teile mit den Leisten. Anschließend ummantelt man es mit der Dachpappe, die man mit möglichst breitköpfigen Nägeln (ĄTeerpappe-Nägel“) an die Schmalseite des Dachs nagelt.

    Zum Schluss schraubt man die beiden Scharniere an die Rückwand der Kiste bzw. an eine Längsseite des Dachs (kleinen Überstand lassen, damit es nicht hineinregnet!) und pinselt die Futterkiste mit umweltverträglicher Wetterschutz-Lasur an.

    Hier können Sie sich die Bauanleitung separat abspeichern und / oder ausdrucken!

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    Igelhäuser aus dem Handel

    Igelhäuser kann man im Fachhandel, in Zoohandlungen, Gartencentern, einigen Werkstätten für Behinderte sowie auch bei manchen regionalen Igelschutzvereinen erwerben. Wir haben eine Auswahl uns bekannter Igelhäuser verschiedener Art mit den Bezugsadressen zusammengestellt. Über diese Unterschlüpfe und Futterhäuser wurde uns berichtet, dass Igel sie aufsuchen.

    Auf Preisangaben verzichten wir, da wir diese nicht aktuell halten können; aus dem gleichen Grund führen wir keine E-Mail-Adressen der Händler auf. Mehrere Anbieter kann man auch über die Suchmaschinen im Internet finden.

    • "Sassener Igelhaus" (Abbildung 1)
      Abb.1 Igelhaus Sassen Material: Holz
      Bezug über: Werkstätten der Lebensgemeinschaft e.V. Sassen und Richtdorf
      Holzwerkstatt Sassen in D-36110 Schlitz-Sassen
      Telefon und Fax 06642-802132
    • "Schneckenprofis Igelhaus" (Abbildung 2)
      Material: Holz - zwei Varianten: Lärchenholz (bessere Ausführung) und Fichtenholz
      Bezug über: Prime Factory GmbH & Co. KG, Abteilung Schneckenprofi
      Seelust 4 in D-25581 Hennstedt
      Telefon 01805 - 724 632 536, Fax 01805 - 724 632 632
    • "Schwegler Igelkuppel"
      Material: Holzbeton
      Bezug über: Schwegler Vogel- & Naturschutzprodukte
      Heinkelstr. 35 in D-73614 Schorndorf
      Telefon 07181-97745-0, Fax 07181-9774549
    • Abb.2 Igelhaus Schneckenprofi
    • "SchmidtGartens Igelhaus"
      Material: Korbware
      Bezug über: Axel Schmidt
      Okerstrasse 10 - 10a in D-38100 Braunschweig
      Telefon 0531-12167477, Fax 0531-2392770
    • Futterhaus "Bistro Heckengarten"
      Igelhaus "Wintertraum"
      Material: Holz
      Bezug über: terralogo.com
      Im Heckengarten 14 in D-69207 Sandhausen
      Telefon 06224-7681210, Fax 06224-7681211
    • "Albert-Einstein-Igelhaus"
      Material: Holz
      Bezug über: Igel-Schutz-Initiative e.V.
      im "Igelhaus Laatzen" - Ohestr. 12 in D-30880 Laatzen
      Telefon 0511 - 233161, Fax 0511-221774
    • Abb.3 Bistro Heckengarten terralogo
    • "Igel-Ritz" & "Igel-Schnecke" ("Ritz" Abbildung 3)
      Material: Gebrannte Keramik
      Bezug über: Denk Keramische Werkstätten
      Neershof in D-96450 Coburg
      Telefon 09563-2028, Fax 09563-2020
    • "Igelhäuser von Vivara"
      Material: Holz
      Bezug über: Vivara Naturschutzprodukte
      Postfach 2520 in 41312 Netttal-Kaldenkirchen
      Telefon 0180-3848272, Fax 0180-5848570
    • "Igel-Pension"
      Material: Holz
      Bezug über: Bürger für Berber e.V.
      Eberspächerstrasse 31 in D-73730 Esslingen a.N.
      Telefon 0711-359016, Fax 0711-6646510
    • Abb.4 Igel-Ritz Denk-Keramik
    Säuberung der Igelhäuser

    Alle künstlichen Unterschlüpfe sollten ein Mal im Jahr, nach dem Winterschlaf und vor der Wurfzeit gesäubert und mit neuem Nistmaterial gefüllt werden.

    Igelfutterhäuser müssen regelmäßig gereinigt werden! Am besten stellt man sie auf Steinplatten, die sich gut abspitzen und / oder abbürsten lassen. Unter die Futterschalen sollte Zeitungspapier gelegt werden, das täglich zu wechseln ist. Die Näpfe spült man täglich heiß. Hygiene ist wichtig, um einer Krankheitsübertragung an der Futterstelle vorzubeugen.

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